„Lernen ist Arbeit und Arbeit ist Lernen“

Eine Rahmenbedingung für eine lernende Organisation

„Lernen ist Arbeit und Arbeit ist Lernen“. Das ist der Leitspruch der Akademie einer unserer Kunden. Ein Motto das, je länger ich darüber nachdenke, sich für mich im Bildungskontext immer stärker als eine unumgängliche Wahrheit verfestigt. Das Motto kann ich auch leicht auf meine Situation übertragen. Ich arbeite zur Zeit als Consultant für ein Softwareunternehmen, das Lernmanagementsysteme (LMS) verkauft. Mein Studium - Pädagogik. Obwohl ich in meinem täglichen Leben oft Fragen begegne, die aus einer pädagogischen Perspektive sehr interessant sind, ist mein Hauptaufgabenbereich doch ein ganz anderer geworden. Und selbst wenn ich einem pädagogischen Beruf nachgegangen wäre, bin ich mir nicht sicher, ob ich gut darauf vorbereitet gewesen wäre.

Arbeiten = Lernen

Wie bin ich gut in dem geworden, was ich heute tue (oder zumindest in dem Glauben gelandet, heute gut zu tun)? Das entwickelt sich vor allem während der Arbeit selbst. Dadurch, viele Fragen zu stellen, Kollegen zu begleiten und in verfügbaren Informationen Unklarheiten nach zu lesen. Zusätzlich ist natürlich die Zeit und die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln ein weiterer Kernfaktor. Erst einmal klingt das gar nicht so revolutionär. Die meisten Menschen und Organisationen würden wahrscheinlich zustimmen oder ähnlich antworten.

Unser Bedürfnis, Wissen zu teilen

Wir wissen also im Grunde, dass diese Art des Lernens funktioniert. Leider scheinen wir dies jedoch nach der ersten Einarbeitungsperiode eines neuen Arbeitnehmers wieder vergessen zu haben. Erst werden Mitarbeiter mit neuen Informationen über ihre Funktion und die Organisation geradezu überhäuft. Auf der anderen Seite nimmt die Qualität und Dichte des Informationsstroms kurze Zeit später sehr stark ab. Obwohl das Bedürfnis, weiter Informationen zu erhalten und auch eigenes Wissen zu teilen, keineswegs abnimmt. Im Gegenteil, das benötigte Wissen wird komplexer und detaillierter, gleichzeitig allerdings insgesamt weniger und weniger ausführlich verfügbar. Die Suche nach spezifischen Informationen wird so zu einer zeitaufwendigen Herausforderung.

Zeit um von der Expertise der Anderen lernen zu können

Obwohl wir also wissen, dass wir am meisten voneinander lernen - von der Expertise unserer Kollegen – ermöglichen wir genau das im Allgemeinen zu wenig. In unserem Zeitalter gibt es viele Tools wie Wikipedia, Facebook oder YouTube, die uns ihre Unterstützung beim Thema Wissensaustausch anbieten. Wir können theoretisch von überall Informationen bekommen. All diese Softwarelösungen haben zwei Dinge gemeinsam:

  • Es ist leicht und übersichtlich, nach Informationen zu suchen
  • Es besteht die Möglichkeit, interaktiv miteinander in Kontakt zu treten

Im Grunde lernen wir in unserer Freizeit also schon lange auf diese Weise voneinander. Meiner Meinung nach ist es an der Zeit, dies auch in unseren Arbeitskontext zu integrieren. Erst wenn Mitarbeiter untereinander einfach und schnell Wissen austauschen können und voneinander lernen können, kann man denke ich von einer stetig lernenden Organisation sprechen.

Wir tun das mit CAPP Agile learning, und ihr?


Spricht Sie dieses Thema an oder haben Sie selbst schon interessante Erfahrungen zum Thema lebenslanges Lernen am Arbeitsplatz gemacht? Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an unter 040-306988472.

Mehr Artikel

  1. Bundestagswahl: Was passiert im Gesundheitswesen?
  2. Blockchain in der Bildungskonferenz RUG 2017
  3. Zerocopter: Durch ethische Hacker an Sicherheit gewinnen
  4. Wissensvermittlung in die Tat umsetzen

    Wissensvermittlung in die Tat umsetzen

    Wenn Organisationen nicht aufpassen werden die Mitarbeiter mit dem meisten Wissen in Rente gehen ohne ihr Wissen zu übertragen an Kollegen. Ich sprach mit Daniel Weinzveg über Wissenstransfer, der "Boomer Brain Drain" und Lösungen um das Loch der Wissensentfluss... Weiter lesen

  5. Mitarbeiterführung: Alles oder nichts

    Mitarbeiterführung: Alles oder nichts

    Die Mitarbeiterführung kann Ihr Unternehmen stärken oder ruinieren. Die meisten Angestellten kündigen ihrem Vorgesetzten, nicht ihren Job. Um das zu verhindern, sollten wir darüber sprechen, wie starke und nützliche Führungsqualitäten erlangt werden... Weiter lesen