Digitales Lernen und Entwickeln von A bis Z

David

Ob E-Learning, Blended Learning, LMS oder TMS, im Zeitalter der digitalen Personalentwicklung wird nicht nur das Lernen per se komplexer, sondern auch die dazugehörige Terminologie. Fortwährend wird das notwendiges Vokabular weiterentwickelt und ergänzt. Damit man bei dieser Ansammlung an Begriffen jedoch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, bieten wir Ihnen hier einen kurzen Überblick der gängigsten Bezeichnungen im Bereich digitale Personalentwicklung.

1. Lernen

Das Lernen und die Lernmethoden haben sich seit jeher verändert und werden auch im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung kontinuierlich weiterentwickelt. ​Längst nehmen Visionen wie das lebenslange Lernen einen wichtigen Stellenwert innerhalb einer Organisation ein und die Zeiten, da man nach dem Abschluss einer Ausbildung sich nicht mehr weiterbildet, sind endgültig vorbei. Durch diese Entwicklung entstehen auch stetig neue Lernmethoden und Formen von Lernen:

  • E-Learning: E-Learning steht für das digitale Lernen und umfasst damit alles, was mit Computer, Tablet oder Handy in Verbindung steht. Oder besser gesagt: Von YouTube über Wikipedia bis hin zu eigens entwickelten Onlinekursen fällt alles unter den Begriff E-Learning. Die Vorteile davon liegen auf der Hand: Individuelles Lernen von präzisen und leicht auffindbaren Lerneinheiten, wann und wo immer Sie das möchten.

  • Blended Learning: Ihnen fehlt bei bestimmten E-Learningkursen der persönliche Kontakt durch einen direkten Ansprechpartner? Oder schreckt Sie die Vorstellung den gesamten Kurs lang auf einen viereckigen Kasten starren zu müssen ab? Nutzen Sie das Beste aus zwei Welten: Mit einer Kombination aus digitalem Lernen und den dazugehörigen Präsenzschulungen profitieren Sie vom Austausch mit Ihren Kollegen und der Möglichkeit, zeitlich und räumlich flexibel über digitale Wege Ihr Basiswissen zu vertiefen. Diesen Mix aus Präsenzschulung und digitaler Schulung nennt man Blended Learning.​

  • Learning on demand: Ein wesentlicher Bestandteil von digitalen Lernen ist das Lernen auf Knopfdruck, welches sich beispielsweise von web-based training (WBT) oder virtuellen Klassenzimmer unterscheidet. Während die genannten Lernformen zumeist bei Schulungen angewendet werden, können Performance support Lösungen wie learning on demand bei alltäglichen Herausforderungen genutzt werden. Eine an einen QR-Code verknüpfte kurze Anleitung bietet so zum Beispiel Unterstützung bei der Bedienung eines Geräts der Medizintechnik.

Natürlich umfasst das digitale Lernen noch weitere Formen des Lernens und zahlreiche Blogs könnten über weitere Unterthemen gefüllt werden. Wesentlich interessanter ist jedoch dagegen die Unterscheidung zwischen Formellen und Informellen Lernen. Denn, wie in dem 70:20:10 Lernmodell beschrieben, lernen wir Menschen zumeist auf informellen Wege: Über Gespräche mit Arbeitskollegen oder die eigentliche Ausführung der Tätigkeit. Schulungen oder andere Formen des formellen Lernens dagegen umfassen lediglich rund 10% unserer gesamten Lernens am Arbeitsplatz.

2. Lernumgebung

Nachdem die Grundzüge des modernen Lernens nun kurz und knapp beschrieben wurden, bedarf es den passenden Rahmenbedingungen, um solche Lernformen erfolgreich in eine Organisation zu integrieren. Solche Learning-Management-Systeme (LMS) gibt es viele. Doch was sind die wichtigsten Features, auf die Sie beim Einkauf achten sollten?

  • Offenes System: Sie möchten E-Learninginhalte von verschiedenen Anbietern einkaufen oder gegebenenfalls selbst E-Learningmodule entwickeln? Achten Sie auf ein offnes System, welches z.B. über LTI-Verbindungen oder SCORM alle gegenwärtigen E-Learningformate einbinden kann.

  • Seminarverwaltung: Möchten Sie auch Ihre Präsenzschulungen über das System verwalten und so alle Formen des Lernens strukturiert an einem Ort anbieten und auswerten können? Mit Anwendungen zur Seminarverwaltung können Sie Veranstaltungen organisieren und ihren Mitarbeitern die Kursanmeldung und eigenständige Planung erleichtern. Zusätzlich binden Sie Dozenten mit ein, erhalten Einblick in die Teilnehmerlisten und können entsprechende Kosten einfach einsehen.

  • Wissensdatenbank: Wenn Sie das informelle und anwendungsbezogene Lernen innerhalb Ihrer Organisation stärken möchten, bieten sich sogenannte Wissensdatenbanken an. Diese unterstützen den Performance Support. Ein Beispiel ist das System CAPP Agile Learning​. Dort können Sie internes Fachwissen, Anleitungen, Handbücher oder Anwendungsbeschreibungen von beispielsweise medizinischen Geräten schnell und​ unkompliziert einbetten. Sehen Sie hier einen Vergleich verschiedener Anwendungen des Wissensmanagements.

  • Compliance: Learning-Management-Systeme sind nicht ausschließlich zum Lernen da, sie sollten auch Nachweise über die Qualifikationen und Zertifizierungen der Mitarbeiter abbilden können. Mit Compliance-Lösungen wie dem Qualitätspass und Qualitätsmonitor können Sie neben Zertifizierungen auch Übertragungen ärztlicher Tätigkeiten und Gerätepässe an Mitarbeiter koppeln. Qualitätsnachweise und Anforderungen von Audits werden so zum Kinderspiel.

3. Entwickeln

Der dritte lernumfassende Aspekt in der Personalabteilung ist das Entwickeln. Darunter versteht man allgemein die Förderung von Talenten und das nachhaltige Entwickeln bestimmter Fähigkeiten. Softwareprogramme zu diesem Thema werden häufig mit dem Begriff Talent-Management-Systeme (TMS) beschrieben. Sie sollten eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen:

  • Kompetenzen- und Softskills: Gewisse Tätigkeiten setzen adäquates Fachwissen voraus. Ebenso sind Kompetenzen wie Teamwork oder Zeitmanagement wichtig für die allgemeine Performance. Damit diese Fähigkeiten entsprechend bewertet und gefördert werden kann, werden Varianten wie das 360​°​ Feedback verwendet. Auf diese Weise können notwendige Fähigkeiten bei Mitarbeitern gezielt gefördert werden.

  • Mitarbeitergespräche: Eine weitere Eigenschaft von TMS-Programmen ist die digitale Abbildung von Mitarbeitergesprächen. Dabei können Zielvereinbarungen einfach protokolliert werden und sowohl vom Vorgesetzten als auch dem Mitarbeiter entsprechend mit Dateien und Zertifikaten belegt werden.

  • Anforderungsprofile: Zu guter Letzt ist es wichtig sich entsprechend auf künftige Herausforderungen vorzubereiten. Das Erstellen von Anforderungsprofilen bietet daher die Gelegenheit, Erwartungen und Zielvereinbarungen an Personen, Gruppen oder Fachbereiche zu stellen.​ Mögliche personelle Engpässe, Nachfolgeplanungen und Entwicklungschancen von Talenten können damit durch Ihr System abgebildet werden.

Defacto unterstützt Sie

"Lernen und Entwicklen - Developing people" ist seit 30 Jahren die Devise von Defacto. Als Ihr Partner helfen wir Ihnen bei der Fort-und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter. Wir unterstützen Sie dabei die Prozesse in den Bereichen Workforce Planung, Performance Support und Compliance optimal einzurichten. Dabei achten wir auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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