Frühjahrsputz in CAPP LMS
Zeit für einen Neuanfang
Der Frühling ist traditionell die Zeit zum Aufräumen, Reinigen und neu Beginnen. Das gilt nicht nur für das Zuhause, sondern auch für die digitale Lernumgebung. CAPP LMS wächst oft organisch: Neue Schulungen werden hinzugefügt, Funktionalitäten werden erweitert und alte Inhalte bleiben manchmal länger stehen als beabsichtigt.
Mit der Zeit kann das LMS dadurch unübersichtlich werden. Denk an veraltete Inhalte, ungenutzte Schulungen, doppelte Module oder neue Funktionalitäten, die noch nicht optimal eingerichtet sind. Das ist schade, denn ein gut eingerichtetes LMS hilft Mitarbeitenden, schneller die richtigen Kenntnisse und Lernelemente zu finden.
Ein jährlicher „Frühjahrsputz" hilft dabei, CAPP LMS wieder übersichtlich, aktuell und zukunftsfähig für deine Benutzenden zu gestalten. In diesem Blog erfährst du, wie du das in CAPP LMS strukturiert angehst.
Aufräumen: Entferne, was nicht mehr funktioniert
Ein guter Frühjahrsputz beginnt mit dem Aufräumen. Wenn man zunächst schaut, was weg kann, entsteht Raum und Übersicht für die Inhalte, die für Mitarbeitende tatsächlich relevant sind.
In vielen Pflegeorganisationen stehen im LMS noch Schulungsmaterialien, die einst für ein Projekt, einen Piloten oder eine veraltete Arbeitsweise oder ein veraltetes System entwickelt wurden. Denk an eine Schulung für eine veraltete Version der elektronischen Patientenakte, einen E-Learning-Piloten für eine bestimmte Abteilung oder alte Anleitungsvideos, die inzwischen durch neue Protokolle ersetzt wurden. Wenn diese Inhalte im LMS noch sichtbar und auffindbar sind, kann das für Benutzende verwirrend sein.
Gehe daher systematisch (mit hilfreicher Unterstützung von Defacto) durch das LMS und schaue kritisch auf das bestehende Angebot. Gibt es Schulungen, die seit längerer Zeit nicht mehr gestartet wurden? Bestehen doppelte Module zum selben Thema, beispielsweise mehrere Schulungen zu Händehygiene oder Arzneimittelsicherheit? Und stehen noch Artikel, Videos oder Anleitungen im System, die auf alten Arbeitsweisen basieren?
Auch geplante Schulungen verdienen Aufmerksamkeit. Es kommt regelmäßig vor, dass Präsenzschulungen einst eingerichtet wurden, in der Praxis aber nicht mehr geplant werden. Wenn diese Schulungen noch im LMS sichtbar sind, kann das Unklarheit erzeugen.
Daten aus dem LMS können helfen, schneller zu bestimmen, wo man anfangen sollte. Denk zum Beispiel an folgende Fragen:
- Welche Schulungen wurden seit mehr als 12 Monaten nicht gestartet?
- Welche Module haben eine sehr niedrige Abschlussquote?
- Welche Trainings wurden im vergangenen Jahr nicht mehr eingeplant?
Indem man solche Erkenntnisse mit inhaltlichem Organisationswissen kombiniert, entsteht schnell ein klares Bild davon, was archiviert oder gelöscht werden kann.
Das Ergebnis ist ein übersichtlicheres LMS, in dem Mitarbeitende schneller finden, was sie benötigen.
Aktualisieren: Mach bestehende Inhalte wieder relevant
Nicht alle Inhalte müssen gelöscht werden. In vielen Fällen reicht es, bestehende Lernmaterialien zu aktualisieren.
In Pflegeorganisationen ändern sich Informationen regelmäßig. Richtlinien werden angepasst, Protokolle werden erneuert und Systeme werden aktualisiert. Dadurch kann ein E-Learning, das vor zwei Jahren noch vollständig aktuell war, inzwischen kleine, aber wichtige Abweichungen enthalten.
Überprüfe daher bestehende Lernelemente im LMS. Stimmen die Beschreibungen von Prozessen noch? Verweisen Module noch auf die richtigen Protokolle? Und funktionieren alle Links im Inhalt noch zu den richtigen Dokumenten oder Wissensdatenbanken?
Ein typisches Beispiel ist ein E-Learning zur Bedienung der elektronischen Patientenakte, in dem noch Screenshots einer früheren Version enthalten sind. Der Inhalt kann weiterhin relevant sein, aber die Wiedererkennung für Benutzer nimmt ab, wenn die Bildschirmansichten nicht mehr mit der aktuellen Arbeitsumgebung übereinstimmen.
Auch hier können Daten helfen, Prioritäten zu setzen. Man kann beispielsweise prüfen, welche Lernelemente seit mehr als zwölf Monaten nicht mehr aktualisiert wurden. Darüber hinaus kann eine Übersicht aller Links in bestehenden Inhalten helfen, schnell fehlerhafte oder veraltete Verweise zu finden. CAPP LMS bietet hierfür auch relevante, unterstützende Dashboards, zum Beispiel in Agile Air und QR.
Beim Aktualisieren von Inhalten ist es auch ein guter Moment, Verbesserungen vorzunehmen. Lange Module können beispielsweise in kürzere Einheiten aufgeteilt werden. In der Pflege kann das bedeuten, dass eine umfangreiche Schulung zur Infektionsprävention in kleinere Microlearning-Einheiten aufgeteilt wird, wie zum Beispiel:
- Händehygiene
- Verwendung persönlicher Schutzausrüstung
- Isolationsmaßnahmen
Es kann auch wertvoll sein, neue Praxisbeispiele hinzuzufügen oder Inhalte besser für die mobile Nutzung geeignet zu machen. Viele Pflegefachkräfte absolvieren Schulungen schließlich zu verschiedenen Zeiten und auf verschiedenen Geräten.
Das Ergebnis sind Inhalte, die besser zur täglichen Praxis am Arbeitsplatz passen.
Ergänzen: Wo gibt es noch Lücken?
Wenn man aufgeräumt und bestehende Inhalte aktualisiert hat, entsteht oft von selbst ein besseres Bild davon, wo noch Chancen liegen. Manchmal geht es dabei nicht nur um neue Schulungen, sondern auch um neue Wege, das Lernangebot zu präsentieren.
In CAPP LMS gibt es zum Beispiel verschiedene Möglichkeiten, Inhalte für Benutzende sichtbarer und relevanter zu machen. Denk an den Einsatz von Lernkampagnen, um die Woche der Patientensicherheit ins Bewusstsein zu rücken, oder die Nutzung von Kanälen, in denen Mitarbeitende einfach das gesamte Angebot und die Community zu einem bestimmten Thema finden können.
Für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kann Personalisierung dabei eine wichtige Rolle spielen. Eine Pflegefachkraft auf der Intensivstation hat schließlich andere Lernbedürfnisse als eine Mitarbeiterin in der Geriatrie oder eine Laborantin. Durch eine bessere Personalisierung des Lernangebots wird es für Mitarbeitende einfacher, schnell die richtige Schulung zu finden.
Darüber hinaus entwickeln sich Lernformen kontinuierlich weiter. Neue Möglichkeiten wie adaptives Lernen können interessant sein, um sie zu erkunden. Dabei passt das LMS den Inhalt eines Moduls automatisch an das Wissensniveau der Benutzerin an. Für erfahrene Mitarbeitende kann das bedeuten, dass sie schneller durch eine Schulung gehen, während neue Mitarbeitende zusätzliche Erklärungen erhalten.
Auch Evaluierungen und Nutzungsdaten aus CAPP LMS können helfen, neue Chancen zu entdecken. Vielleicht zeigt Feedback, dass Mitarbeitende kurze Auffrischungsmodule zu bestimmten Themen benötigen, oder dass eine bestimmte Schulung besonders beliebt ist und weiter ausgebaut werden kann.
Durch die Nutzung dieser Erkenntnisse entsteht eine vollständigere und relevantere Lernlandschaft.
Überprüfung: Stimmt noch alles?
Nach dem Aufräumen, Aktualisieren und Ergänzen ist es wichtig zu prüfen, ob alles im LMS noch korrekt funktioniert. Gerade in der Pflege, wo Schulungen oft mit Berechtigungen und Zertifizierungen verknüpft sind, ist dies ein wichtiger Schritt. Mit CAPP Compliance machst du das transparent und nachweisbar.
Prüfe zum Beispiel, ob alle Schulungen korrekt veröffentlicht sind und ob die eingestellten Wege zu Qualifikationen noch wie vorgesehen funktionieren. In einem Krankenhaus kann es sich beispielsweise um Pflichtschulungen zu Reanimation, Arzneimittelsicherheit oder Infektionsprävention handeln. Es ist wichtig, dass Mitarbeitende über den richtigen Weg ihre Qualifikation erwerben können.
Auch Fristen und Rezertifizierungen verdienen Aufmerksamkeit. Wenn eine Mitarbeiterin beispielsweise alle zwei Jahre eine bestimmte Schulung wiederholen muss, muss das LMS dies korrekt erfassen und kommunizieren.
Eine weitere wichtige Überprüfung betrifft die Eigentümerschaft von Inhalten. Wurden die Inhalte aus Agile Air und Agile QR kürzlich von der zuständigen Inhaltsexpertin verifiziert? Und sind die verantwortlichen Personen noch korrekt in CAPP LMS verknüpft? In Organisationen, in denen Mitarbeitende regelmäßig die Rolle wechseln, können diese Informationen schnell veralten.
Durch die Durchführung dieses Verifizierungsschritts stellst du sicher, dass das LMS nicht nur übersichtlich und aktuell, sondern auch für die Organisation zuverlässig bleibt.
Ein aufgefrischtes LMS
Ein jährlicher Frühjahrsputz des LMS muss kein großes Projekt sein, kann aber viel ausmachen. Indem man regelmäßig prüft, was weg kann, was aktualisiert werden muss und wo neue Chancen liegen, bleibt die Lernumgebung gesund und relevant.
Für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bedeutet das, dass Pflegefachkräfte schneller Zugang zu aktuellen Kenntnissen und Pflichtschulungen haben. Das macht Lernen nicht nur einfacher, sondern unterstützt letztendlich auch die Qualität und Sicherheit der Versorgung.
Mit einem strukturierten Ansatz stellst du sicher, dass CAPP LMS übersichtlich bleibt, aktuelle und relevante Inhalte enthält und besser von Mitarbeitenden genutzt wird.
Letztendlich dreht sich bei einem LMS nicht darum, Inhalte zu verwalten, sondern darum, Lernen innerhalb der Organisation zu unterstützen. Eine gut gepflegte Lernumgebung hilft Mitarbeitenden, die richtigen Kenntnisse zum richtigen Zeitpunkt zu finden.




